Der Trost, immer weiterzumachen

Ich versuche mit meinen Comics, die Gefühle in meinem Bauch in schwarz-weisse Striche zu streichen, Widerstand zu leisten, andere Welten möglich zu machen, Wut zu verbreiten und mich selbst zu trösten.

Von Maret

Die Erlösungsmusen

Ausgehend vom Atheismus und der Popkultur spiele ich mit freien Assoziationen, inspiriert von den Konzepten, die meiner Intuition nach für das Überleben der menschlichen Rasse notwendig sind.

Die Konzepte werden zu vermenschlichten Musen, zu Zauberinnen, die gemeinsam die Welt in einer traumhaften und utopischen Realität retten.

Von Marina Badenas

Feministische Figuren

Wir sind ein feministisches Netzwerk, welches sich für den Erhalt und die Verwirklichung unserer Rechte und unserer Forderungen einsetzt.
50 Jahre nach der Einführung des Frauenstimmrechts, 30 Jahre nach dem ersten Frauenstreik 1991, 25 Jahre nach der Einführung des Gleichstellungsartikels und 2 Jahre nach dem Frauenstreik 2019 haben wir gemeinsam viel erreicht.

Doch wir sind noch lange nicht am Ziel! Da unsere Forderungen immer noch nicht umgesetzt, durch die Pandemie sichtbarer und sogar noch brennender geworden sind, sind wir nach wie vor aktiv und setzen uns laut und vielfältig online, auf der Strasse und in vielen weiteren Räumen für die Umsetzung unsere Forderungen ein.

Von Feministisches Streikkollektiv Bern

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Kunst aus Plastikflaschen

Von Juan Carlos Valdiviezo Ramírez

Nylon structures

Lena’s body of work challenges classical assumptions of Paradise; typically paired with beauty and ideals of the perfect form.  By denouncing Utopia her audience is challenged to question the benefits of perfectionism in a naturally imperfect world. Lena’s art practice affirms her rejection of high-brow art and reflects on the segregation this industry creates within our society. Her body of work embraces mixed media and readily found materials to destroy Tradition in all its form and in doing so, invites audiences to question our indefinite quest for purity, truth and meaning in an increasingly messy, judgemental and dystopian human-centred world

Von Lena Lopez

My little Utopia

Utopie ist breit. Gross. Echt. Weit. Schwer. Frei. Formlos. 

Darum habe ich mich diesem Thema angenommen. Habe Worte aneinander gestückelt und Bilder zusammen gereiht. Fotos ergänzen das verschwimmende Spiel mit etwas mehr Realität.

Trotzdem lassen die persönlichen Silben viel Interpretationsspielraum. 

Der rote Faden verliert sich in der Subjektivität der Utopie. 

Intime Angstgedanken und Zukunftshoffnungen führen durch meinen Utopie-Raum. 

Lass dich tragen.

Von Jana-Maria

Storm Shutters

Fühlst du dich sicher hier? Was brauchst du, um dich sicher zu fühlen? Ziehen wir uns zurück in den Safe Space inmitten von Klimakatastrophe und Wetter-Extremen. STORM SHUTTERS – «Sturm Läden», schützen uns vor Hitze, Starkregen, Sturm und Schnee. Doch wie lange?

Wann wird der vertraute Zufluchtssort zum Gefängnis und die Hütte auf dem Berg zum erdrückenden Bunker?

Von Lukas Schenk

Tensegrity of the collaboration?

Bestaune eine 7 Meter hohe Tensegrity-Struktur, eine geniale Konstruktion, die oft an Besetzungen und Blockaden benutzt wird. Beantworte Fragen zum Thema Utopien und schau dir Fotos von Demos und Aktionen an.

Von Klimastreik Bern

Weltschmerz

Ein interaktives Kurzfilm-Projekt über die Beziehung zur eigenen Utopie und die Überforderung aufgrund der Unerreichbarkeit dieser.

Von Leo Nydegger und Sascha Mayer

Wenn climate anxiety Utopien verunmöglicht.

Während der Auseinandersetzung mit Utopien und Zukunftsträumen, stiegen sogleich erste Emotionen meinen Körper hoch, kalt und sich ausbreitend wie Nebel in der Dämmerung, der Umrisse verschmelzen lässt und die Sicht erschwert. So sehr ich mich bemühte, klare Formen zu erkennen und Farben auszumachen, der Nebel wollte nicht weichen, im Gegenteil – er verdichtete sich zunehmend. Falls Utopien in der Nähe gestanden hätten, konnten sie jedenfalls nicht über die Nebelschwaden hinausragen und ich blieb zurück in einem kühlen grauen Meer, unfähig, mir eine utopische Zukunft zu erträumen. Was sich in mir ausgebreitet hatte, war Klimaangst. Eine Angst, die mich wie ein anhänglicher, aber schlecht erzogener und muffig riechender Hund durch mein Leben begleitet, immer an meiner Seite, ohne positive Komponente.
Vor meinen Augen läuft eine Diashow, die mir wechselnde Bilder der Zerstörung und des Leids anzeigt, Bilder aus aller Welt, gebündelte Verzweiflung. Sie sind es, die mir utopische Vorstellungen verunmöglichen, weil sie mich, sobald ich schon nur einen Versuch wage, mich auf die Reise nach Träumen zu begeben, unsanft auf den Boden der Realität zurückholen und mir ein schlechtes Gewissen einreden, weil ich mich getraut hatte, der tragischen Gegenwart für einen Augenblick den Rücken zu kehren.
Die so selbstbewusste und herrische Klimaangst ist verantwortlich dafür, dass meine Werke am Ende eher ihr als Utopien gewidmet wurden; sie verunmöglichte mir das Träumen von einer besseren Welt.

Von Meret Schefer

Abstumpfen Anspitzen

Wie sähe eine Welt aus, in der man sich an Ungerechtigkeiten und an Leiden nicht gewöhnen würde? 

Wenn wir bei jedem Waldbrand, bei jeder Art, die ausstirbt, bei jeder Menschenrechts-Verletzung dieses Ausmass an Wut und Trauer verspüren, welches angemessen wäre. Wenn wir uns nicht abstumpfen, die Emotionen nicht herunterschlucken würden und dabei denken, dass man eh nichts daran ändern kann. 

… es gäbe mehr Unruhen. Aber unter dem Strich wäre die Welt doch gerechter, oder etwa nicht?

Von Anna, Florian & Elio